Monatsrückblicke

2018 Juni Plan C

Der Juni war der Wundheilung gewidmet. Und dem großen Plan B.

Plan B (oder war es sogar schon Plan C,D, E..?) besagte, dass wir mit einer weiteren Chemotherapie weitermachen würden (Wieso sage ich eigentlich immer „wir“, wenn ich „ich“ meine? 🤔)

Der status Quo meines Krankheitsverlaufes war nämlich, dass ich zwar einen sehr aggressiven Krebs hatte, dieser aber noch nicht ausreichend bekämpft war. Außer der Brustentfernung ist nichts weiter dagegen passiert, weil die Chemotherapien nicht geholfen haben. Denn der Krebs ist nicht nur ein Tumor. Für die Heilung war es wichtig, mit Hilfe der Chemotherapien diejenigen Zellen zu töten, die den Krebs wachsen lassen würden. Gebündelt sind diese natürlich im Tumorgewebe, Einzelne können aber auch in den Knochen, oder im Blut- und Lymphkeislauf herumschwirren. Was machen diese schwirrenden Zellen? Richtig! Metastasen. Deshalb ist die Wirksamkeit der Chemotherapien so wichtig.

Verschiedene Chemotherapeutika greifen die Zellen in verschiedenen Teilungsstadien an. Bei den ersten beiden konnten sich die Tumorzellen durchsetzen. Bei der nächsten Therapie erhoffe ich mir eine größeren Erfolg. Die Eliminierung.

Gleichzeitig ist mein Brustdrüsengewebe eine potentielle Gefahr. Nach jeder OP verbleibt davon ein bisschen im Körper. Deshalb würde man parallel eine Bestrahlung durchführen, die alle möglichen Krebszellen wegschmolz.

Eine Bestrahlung und eine Chemotherapie gleichzeitig durchzuführen ist ein großes Risiko. Beides gegeneinander wirkt nicht nur hochtoxisch, sondern verstärkt auch beide Wirkungen. Ich wurde ausgiebig untersucht und weil ich in guter Verfassung war, beschloss man das Risiko einzugehen.

Nach meiner Ablatio musste ich noch zwei Mal nachoperiert werden. Einmal gab es ein Hämatom, dass abgesaugt werden musste und beim zweiten Mal legte der Pathologe eine Empfehlung nahe. Das Rezidiv hatte einen Ausläufer (quasi einen „Arm“) in den unteren Brustquadranten gebildet. Ich sollte den unteren Brustquadranten nochmal großzügiger „ausräumen“ lassen. Das habe ich gemacht, und 15 cm Gewebe geopfert.

Diese Nachoperationen führten dazu, dass die Narbe sehr unter Spannung stand. Ich wurde nochmal nachgenäht, getaped, verbunden und verpflegt. Aber Heilung war unter diesen Bedingungen fast unmöglich.

Wir entschieden uns trotzdem dafür mit der Chemo und der Bestrahlung zu beginnen. Ihr wisst ja: Zeit ist bei Brustkrebs das A und O und ich konnte es kaum erwarten, endlich wieder mit etwas zu beginnen, das mir helfen würde meinem Ziel etwas näher zu kommen.

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