Monatsrückblicke

2019 März Brustkrebswoche

 

Es ist heute wieder Zeit für einen Monatsrückblick.
Von Monat zu Monat fallen mir diese Rückblicke leichter. Noch vor einem Jahr, hatte ich bei jedem Rückblick einen riesigen Kloß im Hals. Ich habe mechanisch runtergeschrieben, was passiert ist und dabei angestrengt an die guten Dinge gedacht.
Das ist jetzt anders. Die guten Dinge sind mit Krebs nicht unbedingt besser, als ohne-, aber sie lassen sich deutlich einfacher genießen, ohne diese Angst im Vordergrund.
Langsam entsteht ein Alltag außerhalb der Klinik und der Kopf wird freier für all die Dinge, die man zwar immer mal machen wollte, es aber (aus welchen Gründen auch immer…) nicht geschafft hat. Ich erzähle euch deshalb, was ich gemacht habe.

Als ich noch nicht selbst an Brustkrebs erkrankt war, wusste ich noch nicht viel über diese Krankheit.
Leider nicht.
Ich wusste, dass sich Angelina Jolie wegen irgendeines Genes die Brüste hat verschönern lassen.
Aber ehrlicherweise hielt ich es für eine Ausrede. Silicon valley und Nächstenliebe in Kambotscha passen eben nicht so gut zusammen.
Ich wusste, dass es eine pinke Schleife gibt, der Krebs gut heilbar wäre und ich wusste auch, dass es lustige Schlammläufe gibt, die auf Brustkrebs aufmerksam machen sollten.
Bei mir hat es irgendwie nur halb geklappt.
Ich wollte mich zwar immer mal im Matsch suhlen- an eine Vorsorge habe ich aber nicht gedacht.
Das Wissen über Brustkrebs war zusammenfassend also eher mau.

Nun, warum ist das so?
Ich würde mich selbst als durchschnittlich intelligente Frau bezeichnen. Nicht ganz auf den Kopf gefallen, aber mit deutlich Potential und Luft nach oben.
Verankert, nicht lebensfern und außerdem lebe ich in einem wirklich zivilisiertem und fortschrittlichem Land.
Und (!) es gibt das Internet, das jedem, der Informationen sucht, zur freien Verfügung steht.
Trotzdem wusste ich über meine Erkrankung so gut wie nichts.

Ich habe mich mit Mitpatienten ausgetasucht und erschreckendes festgestellt: Auch sie wussten nicht mehr als ich.
Vielleicht konnte der ein- oder andere noch aus Erfahrungen in der Familie berichten, aber ist das fundiertes Wissen in einem Bereich, in dem stetig geforscht wird?
Lassen sich wirklich alle Erfahrungen mit derer vor 20 Jahren vergleichen?

Mein Herzenswunsch war es also, zu verstehen, was mit mir passiert.
Ich wollte wissen, was meinen Krebs von Oma Trudis Krebs unterscheidet und ich wollte wissen, wie Krebs entsteht.
Mein Wissenshunger wuchs. Und als ich ihn gestillt hatte, da verspürte ich das Bedürfnis es zu teilen.

Das Ergebnis ist ein eher ruckeliges Telekolleg.
Ich habe versucht die Grundlagen in eigenen Worten wiederzugeben.
Vom 04.03. – 09.03.2018 startete ich deshalb die Themenwoche Brustkrebs in meinen Insta-Storys.

Jeder Tag war einem anderen Themenbereich gewidmet:

Tag 1: Die Grundlagen
Tag 2: Die Therapie
Tag 3: Die Ursachen
Tag 4: Die Vorsorge
Tag 5: Umgang mit der Diagnose
Tag 6: Eure Fragen an mich

Auf meinem Instagram-Profil könnt ihr euch die Themenwoche gern nochmal in meinen Highlights ansehen.

Mit einer solchen Resonanz hatte ich nicht gerechnet. Wahnsinn, wie viele Rückmeldung ich bekommen habe und wie positiv all diese Reaktionen waren.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen Menschen, die so aktiv an dieser Themenwoche mitgemacht haben.

Wenn ihr also ignoriert, dass ich absolut keinen Sinn und Verstand von Videografie habe, dann lade ich euch herzlich ein, mal reinzuschauen:  es zählt ja das, was am Ende dabei herauskommt 😉

Am 01.04.2019 beginnt meine Wiedereingliederung.
Ich bin sehr gespannt, was mich erwartet.

Heute gibt es noch einen zweiten Monatsrückblick für März.
Denn was noch passiert ist und was mich beschäftigt, möchte ich natürlich nicht vorenthalten.

 

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